[BdB-Rezi] Isch geh Schulhof

2. Januar 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

Eine Mischung aus Teilen einer Autobiographie, Sachbuch, Zustandsbeschreibung deutscher Schulen in der Hauptstadt und Selbstfindung eines Lehrers, der doch keiner ist. Und irgendwie halt doch. “Isch geh Schulhof” von Philipp Möller. Der Bastei Lübbe war diesmal so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Meinen Dank an dieser Stelle.

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt (siehe link oben) oder auch bei Amazon

Das Buch

Es ist ein Paperback mit einem Jungen im Graffiti Comic Style der auf einem Handy rumtippt oder -spielt. Dieses sehr schön gemachte Cover vermittelt einen guten ersten Eindruck dessen, mit welchen Menschen man es während der nächsten Tage des Lesens hauptsächlich zu tun bekommen wird.

Und so beginnt es:

“Der öffentliche Nahverkehr in Berlin ist immer eine Reise wert. Mit ein bisschen Glück kann man bei einer Fahrt mit den Verkehrsmitteln der Hauptstadt filmreife Szenen erleben.”

Zusammenfassung

Kurz: Herr (oder – Achtung Insider/Spoiler – Frau) Mülla geht freiwillsch Tigergrube. Vallah, dem krasse Typ überlebt.
Etwas länger: Philipp Möller ist Assistent der Schulleitung einer Berliner Schule. Als er dann die Möglichkeit erhält, an genau dieser Schule als Assistenzlehrer anzufangen geht er davon aus, dass es ihm als quasi Insider doch irgendwie leichter fallen müsste, diesen Job zu übernehmen. Er hat sich geirrt. Ohne sich jedoch davon beirren zu lassen zieht er das ganze während zwei unsicheren (welcher Assi Lehrer hat schon einen unbefristeten Vertrag?) Jahren durch. Er mausert sich zu einer Respektsperson für die meist sehr bildungsfernen Kids und findet heraus, dass zumindest einige lernen können und davon widerum einige sogar wollen, wenn man es nur richtig angeht. Aber irgendwann platzt selbst dem nettesten Menschen der Kragen …

Meine Meinung:

Herr Möller bringt seine Weltanschauung immer wieder zum Ausdruck (er ist Atheist), was er auch darf und können soll. Was jedoch unnötig ist, ist die Verunglimpfung jener Anschauungen, die von seiner abweichen bzw. ihrerseits einen Absolutheitsanspruch erheben. Es kam mir manchmal so vor, als ob er Glaube und Religion für die Bildungsmisere verantwortlich machen wolle. Das tut er nicht, und er erwähnt auch die tatsächlichen Gründe wie z.B. Sparwut an den falschen Stellen. Jedoch blieb mir persönlich immer ein schaler Nachgeschmack wenn er wieder mal gegen Religion gewettert hat. Soviel dazu.
Das Buch wird als witzig beworben. Ich musste häufiger den Kopf ob der anscheinend katastrophalen Bildungssituation an offenbar nicht wenigen Schulen schütteln. Lächeln jedoch nur selten, von Lachen ganz zu schweigen. Das, soviel habe ich zwischenzeitlich über den tatsächlichen Einfluss eines Autoren gelernt, ist jedoch kaum Herrn Möllers Schuld.
Der Stil ist dem Thema nicht ganz unangemessen locker, bisweilen flapsig. Ich vermute dahinter den Humor des Verzweifelnden. Jedenfalls wäre es mir sicherlich so ergangen. Eine solche Situation hält man kaum länger als ein halbes Jahr nur mit “Gutmenschsein” aus. Dazu braucht es vielmehr Humor, ein ungeheuer dickes Fell und einen Glauben daran, dass die Menschen nicht einfach schlecht sind, von dem sich viele gläubige Menschen ein Stück abschneiden können. Obwohl sich Herrn Möllers Weltanschauung überhaupt nicht mit meiner vereinbaren lässt muss und kann ich ihm für seine Leistung Anerkennung zollen. Wenn es mehr solche Lehrer gäbe (geben könnte, denn irgendwer muss sie ja auch bezahlen), sähe es an den Schulen anders aus.

Fazit:

Wer sich einen nicht immer todernsten Überblick über die Zustände an Deutschen Schulen verschaffen will, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.
Etwas zurückhaltende Kaufempfehlung und zwischen 3 und 4 von 5 Sternen. Zu 4 hin tendierend.

Isch geh Schulhof
Bastei Lübbe / 2012 / 368
Philipp Möller
ISBN: 978-3-404-60696-2

[BdB-E-Book-Rezi] Das Land der sterbenden Wolken

23. Oktober 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

Ein Fantasy Roman. Aufgrund einiger Szenen vielleicht nicht für die Kleinsten Leseratten geeignet. “Das Land der sterbenden Wolken” von Thomas Lisowsky. Der Dotbooks Verlag war diesmal so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Meinen Dank an dieser Stelle.

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt (siehe link oben). Da es sich um ein E-Book im .epub Format handelt, sucht man es bei Amazon vergebens.

Das Buch

… ist wie schon erwähnt ein E-Book. Es ist mein zweites E-Book über das ich eine Rezension schreibe. Sehr gut möglich, dass künftig noch mehr folgen werden. ;)

Und so beginnt es:

“Feuer erhellte den Nachthimmel.
Hunderte Menschen umstanden den weiten Veranstaltungsplatz, der von Laternen in allen Farben eingefasst wurde.”

Zusammenfassung

Kurz: Ein junger unzufriedener Magier und ein alternder Krieger auf Arbeitssuche sind unterwegs auf der Suche.
Etwas länger: Nairod und Raigar sind zwei Charaktere die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine ein junger Magier auf der Akademie der mit seinem Schicksal hadert. Er würde gerne über eine mächtige (sprich: vorzeigbare) Magieform verfügen. Stattdessen kann er nur aufheben, was andere Magier erschaffen haben. Ein Bannmagier. Eine höchst pazifistische Form der Magie, und das ist natürlich nichts für einen jungen Heisssporn. In gelüstet nach mehr, nach Macht. Da fällt ihm ein Buch in die Hand. Ihm, der sich wo immer möglich vor dem Lesen drückt. Aber dieses Buch ist anders. Er legt es nicht aus der Hand, liesst es in einem Rutsch durch. Und es verändert sein Leben.

Raigar ist ein mächtiger Hühne von einem Krieger der in so mancher Schlacht gekämpft hat. Nun ist er des Kämpfens überdrüssig. Zu allem Elend ist der Herrscher zur Überzeugung gelangt, dass alle ehemaligen Söldner und Krieger weggesperrt oder gar getötet gehören. Schliesslich passen sie so gar nicht in sein neues Friedensreich. Raigar lässt sich das aber nicht gefallen und endet schliesslich mit anderen die wie er gejagt werden auf der Flucht. Dabei begeben sie sich in grosse Gefahr, weil sie in das benachbarte Reich eines gefährlichen Nigromanten fliehen.

Meine Meinung:

Die Geschichte ist gut geschrieben. Der Autor schafft es meiner Meinung nach sehr gut den Ratschlag “Show don’t tell” zu beherrzigen. Man kommt zwar nach und nach, aber trotzdem ziemlich rasch in die Geschichte rein. Auch die beiden Geschichten der Helden sind gut nachvolliehbar  und bildhaft beschrieben. Was mich jedoch ein bisschen gestört hat sind die vielen Figuren. Ein paar weniger hätten dem Roman gut getan. Und was ich persönlich irgendwie nicht verstanden habe ist, warum sich die Geschichten der beiden Helden so gut wie gar nicht überschneiden. Dem “Klappentext” meinte ich zu entnehmen, dass die beiden aufeinandertreffen und sich aus der Unterschiedlichkeit eine gute Geschichte ergibt. Meiner Meinung nach hat Herr Lisowsky da einiges an Potential verschenkt. Und Raigar kam bei der ganzen Sache auch deutlich besser weg als Nairod fand ich. Nicht, dass Nairods Geschichte langweilig gewesen wäre, mitnichten. Aber irgendwie nimmt zumindest in meiner Erinnerung die Geschichte Raigars einen wesentlich grösseren Teil des Buches in Anspruch.

Fazit:

Irgendwas zwischen 3 und 4 von 5 Sternen. Leider nach meinem Gefühl eher zu 3 tendierend.

Grundsätzlich eine solide und gute Geschichte. Wenn mein erstes Buch auch so rauskommt bin ich zufrieden. :)

Das Land der sterbenden Wolken
Dotbooks Verlag / 2012 / 414 Seiten – 1,19 MB
Thomas Lisowsky
ISBN: 978-3-943-83577-9

[BdB-Rezi] Vakuum

18. Oktober 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

Ein Roman, eine Mischung aus Jugendbuch und Thriller. Ein Jugend-Thriller also. “Vakuum” von Antje Wagner. Der Bloomsburry Verlag war diesmal so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Meinen Dank an dieser Stelle. Mein Dank geht aber auch an die Autorin, Antje Wagner, die die Rezensionsexemplare mit einer Widmung versehen hat. Finde ich ein nettes Detail und macht ein Buch gleich viel “sympathischer”

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt (siehe link oben) oder auch bei Amazon

Das Buch

… ist ein Hardcover. Schon mal ein Plus. Ich liebe Hardcover. Ich weiss, was ein gebundenes Buch – zumindest wenn man es von Hand macht – für einen Aufwand bedeutet. Das Coverbild stimmt wunderbar auf die bedrückende Stimmung ein.

Und so beginnt es:

“Die Sirene heulte los.
Kora war noch nicht fertig. Nur noch fünf Bahnen. Höchstens sechs.”

Zusammenfassung

Kurz: Für ein paar Jugendliche steht plötzlich die Zeit still und sie müssen herausfinden, was los ist.
Etwas länger: Kora macht eine Lehre als Malerin. Das ist Arbeit, und Arbeit ist gut. Denn in der Zelle ist es nur eng und langweilig. Tamara sucht ein Stück ihrer Vergangenheit. Plötzlich bleibt der Zug nach Mannheim stehen und sie wacht auf. Alissa und Leon stehen nach einem kurzen Nickerchen ohne ihre Freunde auf einer Insel in einem Naturschutzgebiet. Hannes, ein ehamliger BMX-er, ist wie besessen von Strassenschildern. Jeden Abend um Punkt 20:30h kontrolliert er ein paar selbst aufgestellte Schilder beim Golfplatz. Sie alle sind so verschieden wie man nur sein kann. Und sie alle verbindet etwas. Etwas Einzigartiges, Geheimnisvolles.

Meine Meinung:

Zuerst wusste ich nicht so recht, was ich davon halten sollte. Zeit bleibt stehen … hm. Und dann? Aber sehr schnell habe ich gemerkt, dass das Thema “Zeit” nicht das Zentrum der Geschichte ist. Es sind die fünf Jugendlichen. Beziehungsweise das, was sie miteinander verbindet. Ich kann ohne zu spoilern leider nicht viel sagen, aber das Ende ist auf jeden Fall überraschend, nicht vorhersehbar. Und trotzdem stimmig. Anders.
Nur soviel: Es geht um das Alleinsein und um etwas, das weit über gewöhnliche Freundschaft hinausgeht. Und darum, dass man seinem Schicksal nicht einfach ergeben ist, sondern, egal in welcher Lage man sich befindet, etwas verändern kann.
Ein gutes Buch für Jugendliche ab einem gewissen Alter. Es geht zuweilen heftig zur Sache und es werden ernste Themen angesprochen. Trotzdem wird nichts aus blosser Sensationsgier ausgeschlachtet.
Das Buch ist gut und spannend geschrieben. Ich brauchte nicht mal eine Woche um es zu lesen.

Fazit:

Ich schwankte zwischen 4 und 5 Sternen. Letztlich müssen es aber fünf sein, weil mich – nach kurzem Nachdenken – das Ende tatsächlich gänzlich überzeugt hat.
Also: 5 von 5 Sternen und Kaufen.

Vakuum
Bloomsburry Verlag / 2012 / 304 Seiten
Antje Wagner
ISBN: 978-3-827-05437-1

[Rezi_Iris_Kater_Literaturverlag] – “Im Schatten des Schlafmohns” von Reinhard Budde

23. August 2012 § 7 Kommentare

Diesmal wurde mir das Buch vom www.kater-medien.de zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Zu Kaufen gibt es dieses Buch bei www.catbooks.de

Das Buch

… ist ein dünnes Büchlein, das man bequem unterwegs, zwischendurch, beim Warten auf den Bus etc. lesen kann. Das kann man durchaus als Pluspunkt sehen.

Und so beginnt es:

“Peter freute sich, endlich mal in Hamburg zu sein. Geschäftlich hatte es ihn zumeist nach Süddeutschland verschlagen, nach München, Nürnberg, Stuttgart. Aber jetzt musste er einen neuen Kunden in Hamburg betreuen.”

Zusammenfassung

Kurz: Ein unbescholtener Bürger wird zum Berichterstatter für eine italienische Mafia-Organisation die mit Drogen handelt.
Etwas länger: … Dabei verliebt und verlobt er sich und geht fremd. Und zwischendurch wird immer mal wieder eine italienische Spezialität kredenzt.

Meine Meinung:

Bitte glaubt mir, ich habe wirklich lange überlegt was ich schreiben soll. Denn ich habe mal bei einer schweizweit bekannten Buchhändlerin gelesen, dass sie keine schlechten Rezensionen schreibt. Finde ich gut. Aber ich habe zugesagt, diese Rezi zu schreiben. Es ist also nicht bloss “Hobby” und “Spass an der Freude”. Und weil mich das Lesen und Überlegen was ich denn nun schreiben soll doch ein paar Tage gekostet hat, will ich die Gelegenheit nicht missen, etwas über dieses Machwerk loszuwerden.
Der langen Rede kurzer Sinn: Wer das Buch vielleicht geschenkt bekommt mag sich ja die Rezepte rausreissen oder schneiden oder kopieren und den Rest oder das ganze Büchlein dann zur Seite legen.
Das Büchlein firmiert als Krimi. Aber nur weil die Mafia, ein Polizist und die eine oder andere Leiche darin vorkommen wird aus einer Geschichte noch lange kein Krimi. Es fehlt nämlich eine ganz entscheidende Komponente: Spannung. Und zwar völlig. Es tut mir wirklich leid, aber wie will man auch auf 78 Seiten (92 – 14 für die Rezepte) Spannung erzeugen? Man wird durch die Handlung gehetzt. Und es gibt nur kurze Sätze. Nur wenige sind länger als eine Zeile. Zum Schluss beginnen sich auch Schreibfehler zu häufen.

Fazit:

Finger weg. Ausser man interessiert sich für die Rezepte, das könnte interessant sein. Darum auch 1 Stern von 5

Angaben zum Buch


ISBN 978-3-940063-23-6
9,95 Euro (D)
10,30 Euro (A)
92 Seiten
Taschenbuch
Krimi
Iris Kater Literaturverlag
www.kater-medien.de

• Diesen Buchtitel erhalten Sie bei Ihrem Buchhändler oder auf
www.catbooks.de

[BdB-Rezi] Australien, ich komme!

10. August 2012 § 2 Kommentare

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

Ein Kinderbuch. Ja, schliesslich will ich ja bis in ein paar Jahren mein eigenes fertig haben. Es ist “Australien, ich komme!” von Thilo Reffert vom Little Tiger Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Meinen Dank an dieser Stelle.

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt oder auch bei Amazon

Das Buch

Ist ein handliches Hardcover. In Zeiten von Handy und Kindle finde ich es schön, richtige Bücher in der Hand zu halten und auch meinen Kleinen weitergeben zu können.

Und so beginnt es:

“Ich liege im Schatten unter einem Wassertank. Weiter hinten zetern die Emus. Und vor dem Zaun stehen Menschen. Diese Menschen waren eben noch in Indien oder Afrika. Jetzt stehen sie hier, nur ein paar Schritte weiter, vor dem australischen Outback.”

Zusammenfassung

Kurz: Wombat will zurück zum Uluru, um Unglück von seinen Besitzern abzuwenden
Etwas länger: Chris schenkt Eva zum Geburtstag ein neues Haustier: Einen Wombat, bzw. ein Wombat Weibchen, wie sich später dann auch herausstellt. Aber Wombat fühlt sich verständlicherweise unwohl in einer Wohnung, in der sie nicht graben kann. Denn das tun Wombats, sie buddeln Tunnel in den Boden. Aber ihre neuen Besitzer wollen, dass es Wombat – so heisst sie vorläufig – an nichts fehlt, also bauen sie ihr ein Gehege im Garten. Und damit sich Wombat auch ein bisschen heimisch fühlt, darf natürlich ein Stück vom Uluru, dem grossen roten Sandstein in Australien, nicht fehlen.
Wombat ist entsetzt. EIN STÜCK VOM ULURU? HIER? Sie weiss natürlich was das bedeutet: Unglück. Wombat braucht nicht lange um zu wissen, was sie zu tun hat. Sie schiebt den Stein in ihren Beutel und macht sich auf den Weg nach Australien. Was sie dabei alles erlebt, lernt und wen sie dabei alles kennenlernt, na, das musst du schon selber nachlesen.

Meine Meinung:

Ein gelungenes Kinderbuch. Vor allem das Ende finde ich sehr schön und die Antworten die Wombat vom weisen Känguruh bekommt haben mich positiv überrascht. Für Kinder die schon einigermassen lesen können ein supertolles Buch, bei dem sie ganz nebenbei auch noch ein bisschen was über Geographie, Australien und natürlich Wombats lernen. Auch Dinge wie Tapferkeit, Loyalität, Freundschaft spielen eine wichtige Rolle. Und trotzdem hat man nie das Gefühl, dass da wer den moralischen Zeigefinger hebt.
Aber was habe ich auch erwartet, wo Tigerente drauf ist, ist auch Tigerente drin. Einfach schön.

Fazit:

5 von 5 Sternen. …

Australien, ich komme!
Little Tiger Verlag / 2012 / 144 Seiten
Thilo Reffert
ISBN: 978-3-931-08182-9

[BdB-Rezi] Ready Player One

3. Juli 2012 § 3 Kommentare

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

Ein Roman, und zwar einer der nostalgischen Sorte. “Ready Player One” von Ernest Cline. Der Penhaligon Verlag war diesmal so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Meinen Dank an dieser Stelle.

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt (siehe link oben) oder auch bei Amazon

Das Buch

… ist ein Hardcover. Schon mal ein Plus. Ich liebe Hardcover. Ich weiss, was ein gebundenes Buch – zumindest wenn man es von Hand macht – für einen Aufwand bedeutet. Das Coverbild macht gleich klar worauf man sich einlässt: Eine Reise ins Meer der Nostalgie der 80-er Jahre.

Und so beginnt es:

“Jeder in meinem Alter erinnert sich daran, wo er war und was er gerade getan hat, als er zum ersten Mal von dem Wettbewerb hörte. Ich sass in meinem Versteck und schaute Zeichentrickfilme, als mir der Newsfeed dazwischenfunkte: In der vergangenen Nacht war James Halliday gestorben.”

Zusammenfassung

Kurz: Ein Teenager geht auf die Suche nach einem Easter Egg.
Etwas länger: Wade Owen Watts (wie Herr Cline wohl auf diese Initialen gekommen sein mag? ;) ) lebt zwar, hat aber nicht wirklich ein Leben. Zumindest nicht in der Realität. Denn da gibt es nicht viel, für das es sich zu leben lohnt. Aber in der OASIS, einer virtuellen Realität, da tobt bald wieder die Suche nach einem unglaublichen Schatz. Und Wade, auch bekannt als Parzival, ist ein Jäger. Ein Jäger des unglaublichen Schatzes. Einer von vielen.

Meine Meinung:

Ich bin ja ein Kind der 80-er, und daher komme ich nicht umhin, von diesem Buch zu schwärmen. So viele Erinnerungen wurden wach, die meisten davon gut. Herr Cline zaubert die “gute alte Zeit” zwischen zwei Buchdeckeln hervor. Beim Lesen habe ich häufig gedacht: “Ja, genau, so war es!”. Mit am besten gefiel mir die Szene, in der Parzival zu seinen drei Mitstreitern dazustösst und wie sie sich gemeinsam dem Feind entgegenstellen. Die Beschreibung dieses Ereignisses stellt so manch heroisch-gut-gemeintes in den Schatten.
Und die Ideen, die Rätsel, die vielen kleinen Anspielungen, einfach Herrlich.

Fazit:

Unbedingte Kaufempfehlung. 5 von 5 Sternen. PUNKT!

Ready Player One
Penhaligon Verlag / 2012 / 512 Seiten
Ernest Cline
ISBN: 978-3-764-53090-7

[BdB-Rezi] 110 – Ein Bulle hört zu

18. Mai 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

Diesmal ist es kein Roman, sondern eher sowas wie ein autobiographisches-Sach-und-Tagebuch. Genauer gesagt geht es dabei um “110 – Ein Bulle hört zu” von Cid Jonas Gutenrath, welches mir der Ullstein Extra Verlag zur Verfügung gestellt hat. Meinen Dank an dieser Stelle.

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Das Buch

… ist in meinem Fall ein schwarzes Paperback auf dem von weitem sichtbar die Notrufnummer der Deutschen Polizei prangt. Und das Gesicht des Mannes, der diese ganzen Geschichten erlebt und zu Papier gebracht hat.

Und so beginnt es:

“Was immer Sie gleich lesen oder denken werden:
Ich trage das Vereinstrikot der schwarzen Bären
und werde es verteidigen und ehren.
Ich bin ein Polizist.

Zusammenfassung

Kurz: Ein Polizist nimmt bei 110 Anrufe entgegen und berichtet darüber.
Etwas länger: El Cid Jonas Gutenrath – wie er mit vollem Namen heisst – ist Polizist. Und er hört zu. Das macht er mit Seele. Und mit einem der Situation angepassten Mass an und einer gelungenen Mischung aus norddeutscher “Kühle” und Berliner Schnauze.

Meine Meinung:

In diesem Buch ist wirklich alles vertreten und Herr Gutenrath hat nicht zuviel versprochen wenn er sagt, dass jeder etwas für sich mitnehmen kann. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass jeder etwas für sich mitnehmen sollte.
Da ist z.B. Felix, ein behinderter junger Mann der einfach nur mitteilen wollte, dass er für seine Mutter etwas gebastelt hat. Herr Gutenrath ist so erfrischend weit davon entfernt abgestumpft zu sein, dass er sich von Felix’ Fröhlichkeit anstecken lässt, obwohl oder vielleicht grade weil er einen schlechten Tag hinter sich hat.
Bei anderer Gelegenheit erinnert er mich daran, wo ich am 11. September war und zeigt, zu welch widerwärtigem Verhalten manche Menschen fähig sind.
Er ist bei all dem Negativen das er täglich erlebt aber weit davon entfernt abgestumpft zu sein. Wie er den Rocker, der stink wütend anruft um sich auszukotzen wieder runterholt gehört eigentlich in jedes Lehrbuch über Konfliktbewältigung.
Am besten hat mir jedoch die Aussage gefallen, womit die “wirklich harten Kerle“ unterwegs sind. Wie, das wisst ihr nicht? Dann lest es nach.

Fazit:

Unbedingte Kaufempfehlung. Und das aus gutem Grund. Herr Gutenrath hinterlässt nicht nur einen starken Eindruck, sondern macht auch den Selbigen, dass er wirklich weiss wovon er spricht. Man nimmt es ihm ab. Und ich habe den Eindruck gewonnen, nicht gegen ihn pokern zu wollen. Nicht so sehr wegen seines vermutlichen Pokerfaces, sondern weil … ach ne, das behalte ich für mich. ;)
5 von 5 Sternen. Die Geschichten lassen wirklich niemand kalt. Jedenfalls niemanden mit einem Herz aus Fleisch und Blut. Ich habe gelacht, geweint, war nachdenklich und habe “Dinge” in dem Buch gefunden, die es Wert sind sich näher damit auseinander zu setzen.
Ach, und wer mal ein Ohr voll nehmen und wissen möchte, was für eine Quasselstrippe dieser Herr tatsächlich ist, hier gibt’s ein Interview

110 – Ein Bulle hört zu
Ullstein Extra Verlag / 2012 / 400 Seiten
Cid Jonas Gutenrath
ISBN: 978-3-864-93001-0

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