“Taste the waste” …

9. April 2014 § 1 Kommentar

… oder wie man den Hunger der Welt beenden könnte. Dreimal.

Natürlich ist diese Aussage nicht einfach 1:1 zu übernehmen. Aber schockiert hat mich der Film schon. Da werden Lebensmittel weggeschmissen. Weil sie nicht der Norm entsprechen. Oder weil eine Tomate in der Kiste faul ist, ja klar, da muss gleich die ganze Kiste weg. Ab in den Müll! Geht ja nicht, dass man ein Stück rausschneidet und den Rest noch verwendet. Oder einfach eine Tomate wegschmeisst, dafür die anderen 30 in der Kiste noch loskriegt.

Von wegen Hunger stillen: Es geht nicht darum, die Lebensmittel, die übrig sind in die 3. Welt zu schaffen. Das funktioniert nicht. Man könnte aber stattdessen das Problem an der Wurzel angehen: In den hiesigen Läden. Was interessiert es mich zum Beispiel, ob eine Gurke wie mit dem Lineal gezogen oder etwas krumm ist? Schmecken tut sie deswegen nicht besser oder schlechter. Oder Tomaten die nicht den absolut korrekten Rotton haben. Geht ja gar nicht. Abgesehen davon, dass viele Leute heute gar nicht mehr wissen, wie Tomaten tatsächlich schmecken. Diese rot gefärbten Holland-Wasserspeicher die man teilweise bekommt haben mit “der Tomate” nur noch dem Anschein nach etwas gemeinsam. Es gibt noch einige Beispiele in dieser Richtung. Zum Thema: Wenn in den Läden keine verdrehten Erwartungen mehr geschürt würden und auch die Kunden nicht mehr 72 verschiedene Brötchensorten täglich frisch in üppiger Menge vorrätig (und trotzdem frisch) haben wollten, dann müsste man nicht so viel für den Müllberg produzieren. Das würde den Preis nicht unnötig in die Höhe treiben und solche, die nicht im Geld schwimmen könnten sich Essen wieder leisten, bzw. könnten anständig für die Produktion bezahlt werden, ohne dass der Endkunde geschröpft werden müsste.

Ich kürze hier ab, sonst werde ich noch politisch unkorrekt, und das wollen wir ja … nicht. Also, unsere vorläufigen Fazits nach dem Konsum dieses Films waren:

- Möglichst wenig bis keine verarbeiteten Produkte mehr. Also statt Brot, Mehl kaufen. Noch besser, statt Mehl, Getreide. Mehl kann ich selber malen und Brot backen geht auch fix und ist allemal leckerer und günstiger. Die Brotkreationen meiner Frau würde ich gegen jede Bäckerei ins Rennen schicken. Nicht weil sie schick und für zwei drei Tage frisch aussehen, sondern weil sie lecker schmecken und auch nach vier, fünf, sechs Tagen noch geniessbar sind (ohne Konservierungsstoffe).

- Weniger Fleisch und wenn, dann von lokalen Erzeugern. Das Wild, das wir jährlich vom Jäger beziehen ist auch nicht teurer als das Fleisch vom Billigladen, kann bezüglich Qualität aber locker mit “Bio”fleisch mithalten. Vom Geschmack rede ich noch gar nicht. Und auch das Rind, Schwein, Lamm schmeckt um vieles besser wenn ich weiss, dass es nicht mit Rind, Schwein und Lamm gefüttert wurde. Ich schweife etwas ab, aber die Qualität der Nahrung und der Haltung hat natürlich einen Einfluss auf die Qualität des Fleisches.

- Auch Gemüse und Früchte von lokalen Erzeugern. Direkt vom Erzeuger. Teurer als im Laden ist es auch nicht, und falls doch muss ich mich fragen, wie der Laden mit solchen Preisen wirtschaftlich sein kann.

Man könnte das Fazit auf zwei Worte kürzen: Einfach Lokal.

Dies meine 10 Rappen für heute.

Mehr Rechte für Mobilfunkkunden

20. März 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Nun wurden die anderen zwei Mobilfunkfirmen (nachdem es die Swisscom – mehr oder weniger freiwillig – schon vorgemacht hatte) auch dazu veranlasst, von Verträgen, die die Kunden sehr einseitig benachteiligten, weg zu kommen. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass einseitige Vertragsänderungen von den Firmen nicht mehr einfach hingenommen werden müssen, wenn daraus für den Kunden eine Verschlechterung resultiert. Auch das elendige Verpassen der Kündigungsfrist und der darauf folgenden automatischen Verlängerung des Vertrages entfällt wohl. Fristen gibt es wohl immernoch, aber das unsägliche “Rollover” scheint gegessen. Manch eine Versicherung wird das überhaupt nicht goutieren. ;)

Hier könnt ihr direkt bei der Stiftung für Konsumentenschutz nachlesen, was das alles im Detail bedeutet.

Alternativversion von “Papier”

15. März 2014 § 3 Kommentare

Tochter 1 schaukelt, Tochter 2 ist etwa 50 Meter weit entfernt und sitzt auf einer Rutschbahn, sieht das und fängt sofort das Jammern an. “Mine Schaukel, mine Schaukel! (Meine Schaukel, meine Schaukel)”

Tochter 2 rutscht, kommt auf die Schaukel zu gerannt, nimmt Tochter 1 den Wanderstab weg den diese dort abgestellt hat und geht damit seelenruhig zur Bank in der Nähe, setzt sich hin und wartet.
Tochter 1 kriegt das mit und will natürlich sofort raus aus der Schaukel um den Stab wieder zu holen. Kaum ist sie aus der Schaukel raus, es ist so ein Sitz in den man auch Kleinkinder setzen kann, läuft sie auf Tochter 2, die Bank und natürlich ihren Stab zu. Tochter 2 lässt sofort den Stab fallen, rennt zur Schaukel hin und klettert hinein.
Tochter 1 steht da und begreift erst jetzt, was passiert ist: Die Fortsetzung von “Guck mal, Papier

Verhandlungstaktik

12. März 2014 § 1 Kommentar

Tochter 1 will, dass ich sie die Treppe runter trage.
Antwort: “Nein.”
Tochter 1: “Darf ich dann wenigstens auf dem iPad ein Hörspiel hören wenn ich ins Bett muss?”

Unlustige Augen

10. März 2014 § 1 Kommentar

Tochter 2 hat entzündete Augen. Nachdem wir ihr die Augen ausgewaschen haben fragte sie: “Und was kommt jetzt?”
Antwort: “Augentropfen.”
Tochter 2: “Find ich gar nicht lustig.”
Sie ertrug es aber mit steigender Gelassenheit.

Papier

10. Dezember 2013 § 4 Kommentare

Tochter1 hat Geburtstag und natürlich das eine oder andere Geschenk erhalten. Tochter2 will natürlich auch mal was in die Finger bekommen. Genauso verständlich hat Tochter1 etwas dagegen. Zuerst folgt das Übliche, die beiden streiten sich um das Geschenk.
Allerdings nicht lange. Tochter1 schaut beiläufig auf den Tisch, sieht Tochter2 an, zeigt auf ein Stück Girlande und meint: Guck mal, Papier.
Folge 1: Tochter2 war nicht mehr am Geschenk interessiert.
Folge 2: K*** und ich rangen nach Atem

Der erste Baum

28. November 2013 § 1 Kommentar

Es war der 24. November 2013, ca. 18:45h. Um meiner grossen Tochter etwas zu zeigen, hatte ich mir kurzerhand Skitch auf mein Handy geladen. Evernote hatte ich ja bereits. Egal, wichtig ist, dass Tochter 1 sich das Ding natürlich sofort gekrallt und angefangen hat ihre momentanen Lieblingsobjekte zu malen: Kreise.

Nach einer Weile fragt sie mich und Kiki, was sie denn nun malen solle. Ich war mir unschlüssig und Kiki meinte irgendwann: “Mal doch einen Baum”. Gute Idee dachte ich. Genau, einen Baum.

Tochter 1: “Das kann ich aber nicht.”

Ich: “Also gut, ich zeige dir wie ich einen Baum malen würde.” Wohlgemerkt, auf dem Handy mit meinen Fingern … Und das mit Skitch, das vieles sein mag, aber kein Zeichenprogramm. Tochter 1 schaut jedenfalls aufmerksam zu und will es dann bald selbst mal versuchen. Also gebe ich ihr meine Kommunikationszentrale in die Hände und folgendes kam dabei heraus:

Der erste BaumGanz klar zu erkennen der Stamm, die Äste, unten rechts ist Gras und das rote sind Äpfel.

Ich bin stolz auf meine Grosse Kleine! :)

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